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Lego Star Wars II PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Marco Fava   
Dienstag, den 09. Oktober 2007 um 09:32 Uhr
„Lego Star Wars II - Die klassische Trilogie“ Rückkehr ins Klötzchen-Universum

Wer kennt nicht die „Star Wars“-Filme? In insgesamt 6 Teilen erzählt Produzent George Lucas die Weltraum-Oper vom Kampf der guten „Allianz der Rebellen“ gegen das böse galaktische „Imperium“. Figuren wie der Jedi-Ritter Luke Skywalker, die an Stan Laurel und Oliver Hardy gemahnenden Roboter C3PO und R2-D2 oder der permanent diabolisch durch seine schwarze Metallmaske röchelnde Darth Vader haben Filmgeschichte geschrieben.


Auch im Weltraum ist was los bei „Lego Star Wars II“.

Während George Lucas die Teile 4, 5 und 6 zuerst ins Kino brachte, war die in die Saga einführende Trilogie erst in den letzten Jahren auf der Leinwand zu sehen. Ob man die zugegebenermaßen triviale Story nun mag oder nicht - „Star Wars“ ist längst fester Bestandteil unserer Populärkultur. Und zu dieser gehören natürlich auch Computerspiele. Unter dem Label „Star Wars“ sind in den letzten beiden Dekaden schon mehrere Dutzend Games erschienen. Die Spiele der „Lego Star Wars“-Serie jedoch tanzen etwas aus der Reihe. Durchaus im positiven Sinn übrigens.

Zuerst stellt sich die Frage:

Was haben „Star Wars“ und „Lego“ miteinander zu tun? Macht die virtuelle Fusion von didaktisch wertvollem Klötzchenspiel aus Dänemark und spektakulärer Hollywood-Weltraumoper in Form eines Computerspiels nach wie vor Spass?


Prinzessin Leia Organa ist der Kopf der Rebellen.

Auf jeden Fall.

Ob Helden wie Luke Skywalker, Leia Organa, Han Solo, Roboter wie R2-D2 und C3PO oder Schurken wie Darth Vader und Teile der Kulisse: wie schon beim ersten Teil besteht auch bei „Lego Star Wars II: Die klassische Trilogie“ fast alles aus Lego-Steinen.


C3PO und R2-D2 sind die bekanntesten Roboter der Filmgeschichte.

Neben dem ganz speziellen „Look“, der sich daraus ergibt und das Spiel wie einen skurrilen Zeichentrickfilm für Kinder wirken lässt, ergeben sich daraus auch andere Faktoren. „Stirbt“ beispielsweise eine Figur, löst sich diese in ihre Bestandteile auf und zerfällt zu einem Haufen virtueller Lego-Steine. Durch Aufsammeln von herumliegenden Klötzchen kann der Spieler zudem neue Extras erwerben.

Die Graphik ist nach wie vor gelungen und lebt nicht zuletzt davon, dass hier gar nicht erst versucht wird, die Geschichte der Filme so „realistisch“ wie möglich umzusetzen. Sowohl die Graphik während des Spiels als auch die zahlreichen Zwischensequenzen, die die Story der Filme nacherzählen und immer wieder ironisieren, sind eine kleine Augenweide.


Zwischensequenzen treiben die Story voran.

Auch in Sachen Sound kann „Lego Star Wars II“ überzeugen. John Williams‘ weltberühmte Filmmusik dudelt und trötet in guter Qualität im Hintergrund, während der Spieler sich daran macht, dem bösen Imperium auch auf dem Computerbildschirm den wohlverdienten Garaus zu machen.
Während sich das erste Spiel den ersten drei Teilen der „Star Wars“-Reihe widmete, geht es bei „Lego Star Wars II“ um die drei Filme („Krieg der Sterne“, „Das Imperium schlägt zurück“, „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“), die George Lucas zwar zuerst produzierte, die jedoch den Abschluss der Weltraumsaga bilden.


Droide R2-D2 öffnet so manche Tür.

In Sachen Gameplay hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel verändert. Je nach Episode schlüpft der Spieler in die Rollen der verschiedensten Figuren, die unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Meist sind sogar mehrere Figuren zugleich an den verschiedenen Leveln beteiligt. Ist der Spieler beispielsweise als Prinzessin Leia Organa unterwegs, wird diese manchmal von Droiden wie R2-D2 und dem Jedi-Ritter Luke Skywalker begleitet. Der Spieler steuert jeweils einen dieser Charaktere, muss aber je nach Aufgabenstellung zwischen diesen hin- und herwechseln. Die nicht vom Spieler gesteuerten Figuren werden jeweils vom Computer gelenkt.


Zwischensequenzen treiben die Story voran.

Dieses Hin- und Herschalten ist denn auch fester Bestandteil des Spiels. In der Regel geht es darum, sich - ganz wie bei klassischen Jump-and-run-Spielen - durch die einzelnen Levels zu kämpfen. Einerseits müssen dabei mit Laserpistole und Lichtsäbel diverse Gegner besiegt werden, andererseits müssen Türen geöffnet, Maschinen zusammengesetzt, Durchgänge gefunden werden etc. Dies ist jedoch nur möglich, indem die Fähigkeiten der diversen Spielfiguren kombiniert werden. Gewisse Türen können beispielsweise nur von Robotern geöffnet werden. Diese gelangen jedoch erst zum entsprechenden Schalter, wenn der Jedi-Ritter mittels seiner telekinetischen Kräfte eine Treppe zusammengesetzt hat etc. Durch solche - übrigens nicht immer ganz triviale - Aufgaben erhält das Spiel seinen zusätzlichen Reiz. Hier muss nicht nur geballert werden, auch die grauen Zellen werden mitunter etwas gefordert.


Heisse kämpfe auf dem Wüstenplaneten Tatooine.

Neu hinzugekommen ist, dass - je nach Level - auch Fahrzeuge wie die aus „Das Imperium schlägt zurück“ bekannten elefantenähnlichen „Walkers“ oder Gleiter etc. gesteuert werden müssen.

Ebenso kann - ganz im Bauklötzchen-Stil - mit dem Aussehen der Figuren Schindluder getrieben werden. So darf der Spieler eigene Figuren kreieren, beispielsweise dem Körper von Prinzession Leia die schwarze Metallmaske von Darth Vader aufsetzen etc. Dies verändert zwar nicht den Spielverlauf, macht aber Laune.

Empfohlen wird das Spiel ab 6 Jahren, was wohl etwas zu früh angesetzt ist. Einerseits ist der Gewaltlevel zwar relativ „trivial“, geballert und zerstört wird aber auch in dieser blutfreien virtuellen Bauklötzchen-Welt. Andererseits sind die Rätsel nicht immer ganz einfach, was mitunter etwas frustrierend sein kann. Ebenso ist die Steuerung, zumindest, wenn man sich der Tastatur bedient, nicht immer ganz eingängig und präzise.
Dennoch macht „Lego Star Wars II“ nach wie vor Spass. Empfohlen sei das Game allerdings eher älteren Semestern, die die Filme auch kennen und sich ob der zahlreichen ironischen Anspielungen freuen können. Ein besonderer Leckerbissen sind auch die zahlreichen Zwischensequenzen, die den roten Faden des Spiels bilden.


Leia rettet Han Solo.

„Lego Star Wars II“ ist wie sein Vorgänger ein gelungenes Action- und Jump-and-run-Spiel, das die „Star Wars“-Filme einerseits genial ironisiert, anderseits auch eine augenzwinkernde Hommage an diese ist.

Wer die Filme kennt und sich für ein Actionspiel interessiert, das sich selbst nicht allzu ernst nimmt und einige Stunden zur Verfügung hat, um die zahlreichen nicht immer ganz einfachen Rätsel zu lösen, könnte an „Lego Star Wars II“ seine Freude haben.
Marco Fava


Systemanforderungen:
Minimum:

MacOS 10.4, 1.6GHz, 512 MB RAM, 64MB VRAM, 3GB HD, Maus und KB, DVD

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. Oktober 2007 um 09:45 Uhr